Bei Bomstal produzieren und montieren wir seit Jahren Blechgaragen in verschiedenen Ausführungen – von einfachen Modellen mit den Maßen 3 × 5 m bis hin zu aufwendigen Doppelgaragen und Premium-Varianten. Unsere Erfahrung zeigt eines: Selbst der beste Stahl und ein präzise verschraubter Rahmen können ihre Aufgabe nicht erfüllen, wenn das Fundament nicht ordnungsgemäß ausgeführt ist. Deshalb betrachten wir die Fundamentplatte als ein Schlüsselelement des gesamten Konstruktionssystems.
Das Fundament für eine Blechgarage ist nicht nur ein „Betonestrich“. Es handelt sich um eine Konstruktion, die Lasten auf den Boden überträgt, die Geometrie der Garage stabilisiert und eine dauerhafte Verankerung des Rahmens ermöglicht. Im Folgenden erläutern wir, welche Parameter von Bedeutung sind, welche Alternativen es gibt und wie die fachgerechte Ausführung aussieht – basierend auf den Standards, die wir unseren Kunden selbst empfehlen.
Beton und Bewehrung der Platte – was verbirgt sich wirklich unter Ihrer Blechgarage?
Beton ist ein Werkstoff, der Druckbeanspruchungen sehr gut standhält, bei Zug- und Biegebeanspruchungen jedoch weniger gut abschneidet. In der Praxis bedeutet dies, dass die Masse des Betons allein nicht ausreicht – es ist eine Stahlbewehrung erforderlich, die die während der Nutzung auftretenden Zugspannungen aufnimmt. Für Garagenplatten wird Bau-Beton verwendet, meist mindestens der Klasse C20/25. Ebenso wichtig ist die Dicke der Platte. Für eine typische Einzelgarage für einen PKW werden meist 10–15 cm angenommen, bei höheren Belastungen 15–20 cm. Bei unseren Projekten achten wir stets darauf, dass die Parameter der tatsächlichen Nutzung entsprechen. Eine Garage, die als Werkstatt mit schwerem Gerät dienen soll, sollte nicht genauso geplant werden wie ein Gebäude, das als Abstellraum für Gartengeräte genutzt wird.
Die Bewehrung besteht meist aus vorgefertigten Matten aus Stäben mit einem Durchmesser von etwa 6–8 mm und einer Maschenweite von etwa einem Dutzend Zentimetern. Entscheidend ist, dass das Gitter auf Abstandshaltern in einem geeigneten Bereich des Plattenquerschnitts verlegt wird und nicht direkt auf dem Unterbau. Nur dann wirkt der Stahl tatsächlich mit dem Beton zusammen und begrenzt die Entstehung von Rissen und Brüchen.
Drei Möglichkeiten – wie kann man eine Garage errichten?
Bomstal-Garagen können auf verschiedene Arten fundiert werden. In der Praxis gibt es drei Hauptvarianten: eine durchgehende Betonplatte unter der gesamten Fläche, ein Fundament aus Betonblöcken, die unter den Pfosten angeordnet sind, sowie vorgefertigte Betonplatten als Punkt- oder Streifenfundamente.
Eine durchgehende Betonplatte sorgt für eine starre, gleichmäßige Abstützung der gesamten Konstruktion und dient gleichzeitig als fertiger Fußboden. Diese Lösung ist am besten kalkulierbar – sowohl hinsichtlich der Setzungen als auch der Verankerung. Unserer Einschätzung nach ist dies die empfehlenswerte Option überall dort, wo die Garage täglich genutzt werden soll, auch als Lagerraum oder kleine Werkstatt.
Fundamentsteine übertragen die Lasten nur an bestimmten Punkten. Das bedeutet einen geringeren Arbeitsaufwand und niedrigere Kosten, jedoch das Fehlen eines durchgehenden Betonbodens sowie eine größere Anfälligkeit für ungleichmäßige Setzungen. Eine solche Lösung kann bei kleineren, nur gelegentlich genutzten Garagen sinnvoll sein.
Vorgefertigte Betonplatten, meist mit Abmessungen von etwa 30–50 cm und einer Dicke von 5–8 cm, ermöglichen es, „Nassarbeiten“ zu vermeiden und verkürzen die Bauzeit. Ihre Stabilität hängt jedoch in hohem Maße von der Qualität des Unterbaus und der Genauigkeit der Verlegung ab.
Unabhängig von der gewählten Variante ist es erforderlich, die oberste Bodenschicht zu entfernen und ein verdichtetes Schotterbett anzulegen.
Welcher Beton eignet sich für die Fundamentplatte einer Garage? Dicke und Abmessungen der Betonplatte
Für eine Garage mit den Abmessungen von ca. 3,0 × 5,0 m wird eine Platte mit den Abmessungen von ca. 3,2 × 5,2 m verwendet, d. h. mit einem Überstand von ca. 10 cm auf jeder Seite. Dieser Überstand erleichtert die Montage und verringert den Kontakt der Unterkante der Platte mit dem Boden.
Die Dicke einer solchen Platte beträgt in der Regel 12–15 cm, darunter befindet sich eine 15–20 cm dicke, verdichtete Schotterunterlage, und der Beton hat mindestens die Festigkeitsklasse C20/25. Die Oberseite wird leicht zum Tor hin geneigt, damit sich kein Wasser in der Garage staut.
Bei einer Doppelgarage, z. B. 6,0 × 6,0 m, kann die Platte etwa 6,2 × 6,2 m groß sein, wobei ihre Dicke in der Regel auf 15–18 cm ansteigt. Häufig wird Beton der Klasse C20/25 oder höher – C25/30 – sowie eine dichtere Bewehrung, insbesondere im Bereich der Tore, wo höhere Belastungen durch die Räder und häufigere Durchfahrten auftreten.
Bei Bomstal betonen wir stets, dass die Parameter auf das Garagenmodell, die Nutzungsart und die Bodenverhältnisse abgestimmt sein sollten. Je größer und häufiger die Belastungen sind, desto sinnvoller ist es, die Plattendicke und die Betonklasse zu erhöhen.
Wie sieht die Herstellung einer Fundamentplatte für eine Garage in der Praxis aus?
Der Bau einer Platte beginnt mit der Absteckung ihres Umrisses und der Festlegung der gewünschten Höhe der Oberseite. Anschließend wird die oberste Bodenschicht entfernt und bei Bedarf durch Material mit besserer Tragfähigkeit, d. h. durch Schotter, ersetzt.
Die Unterlage aus Sand, Kies oder Schotter muss in einer ausreichend dicken Schicht aufgebracht und mechanisch verdichtet werden. Dies ist ein entscheidender Schritt – ein schlecht verdichteter Untergrund ist häufiger die Ursache für Probleme als der Beton selbst.
Nach der Vorbereitung der Ränder und einer eventuellen Feuchtigkeitsisolierung wird die Bewehrung auf Abstandshaltern verlegt; in Bereichen mit höherer Belastung können zusätzliche Stäbe hinzugefügt werden. Anschließend wird der Beton eingegossen, verdichtet und unter Beachtung des Gefälles auf das geplante Niveau abgezogen. Die Nachbehandlung des Betons und das Abwarten der erforderlichen Aushärtungszeit bis zum Erreichen der entsprechenden Festigkeit dürfen vor der Montage der Garage und der Einfahrt des Fahrzeugs nicht außer Acht gelassen werden. Eine zu frühe Belastung der Platte kann deren Lebensdauer beeinträchtigen.
Verankerung der Garage – Betonfundament und Stahlblech als ein System
Wir konstruieren unsere Garagen so, dass sie dauerhaft mit dem Untergrund verbunden werden können – über eine Fundamentplatte, Betonfüße oder fest verlegte Fertigteile. Bei einer Betonplatte verwenden wir mechanische oder chemische Anker, die in den Beton eingelassen werden und den Rahmen mit dem Fundament verbinden.
Dank einer ordnungsgemäßen Verankerung verschiebt sich die Garage nicht, wird nicht vom Wind angehoben und behält über Jahre hinweg ihre Geometrie bei. Dies ist besonders wichtig bei Konstruktionen mit Schwingtoren und zusätzlichen Türen, bei denen bereits geringfügige Verformungen den Nutzungskomfort beeinträchtigen können.
Aus unserer Sicht sind ein stabiles Fundament und eine korrekte Verankerung das Duo, das über die Langlebigkeit des gesamten Bauwerks entscheidet. Das Fundament leitet die Lasten auf den Boden weiter, der Stahlrahmen sorgt für die Steifigkeit, und alle beweglichen Elemente behalten über Jahre hinweg ihre korrekte Ausrichtung bei.
Fundamentplatte – eine Entscheidung, die sich über Jahre hinweg auszahlt
Wenn die Garage als Hauptnutzraum dienen soll, der täglich zum Parken, zur Lagerung und als Arbeitsbereich genutzt wird, ist eine durchgehende Betonplatte die komfortabelste und zuverlässigste Lösung. Sie vereint die Funktionen von Fundament und Bodenbelag, erleichtert die Verankerung und minimiert das Risiko von Betriebsproblemen. Lösungen auf Basis von Betonsteinen oder Fertigteilen können bei kleineren, gelegentlichen Projekten sinnvoll sein, erfordern jedoch ein größeres Bewusstsein für die damit verbundenen Einschränkungen.
Bei Bomstal betrachten wir eine Garage stets als Gesamtsystem: Boden, Fundament und Stahlkonstruktion müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein. Eine gut geplante und ausgeführte Fundamentplatte sorgt dafür, dass unsere Garagen über viele Jahre hinweg ihre Geometrie, Stabilität und Nutzungssicherheit bewahren – genau so, wie es unsere Kunden erwarten.



